GARDENPLAN

 

SEEROSE - lat. NYMPHAEA

 

Nymphaea - Nymphen sind anmutige weibliche Naturgeister aus der griechischen und römischen Mythologie. Eine solche Nymphe fiel in eine große, aber unerwiderte Liebe zu Herakles. Diese hoffnungslose Liebe zehrte so an ihr, dass sie letztendlich an gebrochenem Herzen starb. 

Die Götter hatten Mitleid mit ihr: Sie ließen sie als Seerose wieder auferstehen. Bei den Griechen heißt sie deshalb auch Herakleios.

Den Franzose Joseph Bory Latour-Marliac (1830 - 1911), genannt "Marliac" faszinierte der Gedanken winterharte Seerosen zu züchten. Ihm verdanken wir ca. 80 verschiedene Sorten.


Blühzeit: beginnt je nach Sorte Ende Mai und dauert bis spät in den September

Blühdauer einzelner Blüte: 3-5 Tage. An einem trüben Tag ist die Blüte länger geöffnet, solange bis sie ihre Lichtmenge erhalten hat. Eine Blütenabfolge erfreut uns oft bis in den Herbst.

Blühfarbe: weiß, rosa bis dunkelrot, gelb bis kupferfarben und pfirsichrosa. Bei einigen Sorten stehen die Blüten über dem Wasser, was die Leuchtkraft erhöht. Gelb blühende Sorten haben einen tropischen Ursprung.

Platzbedarf: je nach Sorte von 0,5 bis 2 m²
 
Standort: alle Seerosen lieben die Sonne. Ihre Schwimm-Blätter beschatten stark sonnen-exponierte Teiche, dies trägt zur Erhaltung einer guten Wasserqualität bei.

Unterschied Wassertiefe - Pflanztiefe: beträgt die Wassertiefe 1 m und die Seerose wird  in ein 30 cm hohes Gefäß gepflanzt, beträgt die Pflanztiefe nur noch 70 cm. Wird direkt in den Grund gepflanzt, entspricht die Wassertiefe der Pflanztiefe.

Pflanztiefe: beachten Sie die optimale Pflanztiefe jeder Sorte. Sorten, die zu flach gepflanzt werden, verstärken ihr vegetatives Wachstum. Es kommen nur noch wenige Blüten unter der großen Laubmasse hervor. Wenn Sie die Pflanze zu tief setzen, kann es passieren, dass die Pflanze höchstens die Blätter an die Wasseroberfläche bringt, jedoch keine Blüte mehr.

Pflanzanleitung: geeignet sind lange haltbare Gefäße z.B. Gitterkörbe aus Kunststoff, die Sie mit einem Vlies auskleiden bevor sie diese mit Lehmsubstrat befüllen. Gewöhnen Sie die Seerose schrittweise an die vorgesehene Pflanztiefe. Sie können zu anfangs einige Ziegelsteine unter das Pflanzgefäß schlichten, die Sie nach und nach entfernen.


Schädlinge: Gelegentlich auftretende Schädlinge wie Blattläuse oder Larven des Seerosenblattkäfers oder des Seerosenzünslers. Sie verursachen Fraß-Spuren auf dem Blatt. Die Schädlinge sollten abgesammelt bzw. die befallenen Blätter entfernt werden. Blattläuse können mit dem Wasserstrahl abgespritzt werden. Doch sollten Sie keine chemische Bekämpfungs-Maßnahme anwenden.

Düngung: Seerosen danken Düngergaben mit Blütenreichtum und Gesundheit. Von Frühjahr bis Sommer sollten 1-2 mal Düngerkegel oder Hornspäne vermischt mit Lehm, an die Wurzeln gedrückt werden. Bei tief sitzenden Gefäßen kann man losen, umhüllten Dünger durch ein Rohr ins Erdreich rutschen lassen, dann mit einem Besenstiel vorhandene Erde darüber schieben.

Umpflanzen und teilen: Sollte die Seerose nach Jahren aus ihrem Gefäß wachsen oder kümmerlich aussehen, wird im Frühjahr (April-Mai) umgepflanzt. Hierzu schneidet man eine kräftige Triebspitze des Wurzelstocks (Rhizoms) ab und pflanzt es in neues Substrat. Das waagrecht wachsende Rhizom, wird so platziert, dass es in das Gefäß hineinwachsen kann.

Substrat: Ein Lehm-Sand-Gemisch ist am besten geeignet. Es gibt schon fertige Teicherde/Seerosenerde zu kaufen. Auf keinen Fall Humus mit einarbeiten, dies wäre zu viel für die Seerose.